Bergführerwesen: Wanderführer - Ausstellung einer Bescheinigung

Allgemeine Information


Der Wanderführer ist berechtigt, Personen bei Bergwanderungen auf markierten Wegen zu führen und zu begleiten.
Der Wanderführer darf keine Bergwanderungen führen, die sich auf den Gletscherbereich erstrecken, bei denen ein alpiner Schwierigkeitsgrad zu überwinden ist, bei denen nicht bergerfahrene Wanderer auf Anwendung von Sicherheitsausrüstung oder persönliche Hilfe angewiesen sind, oder bei denen Schier verwendet werden.

Voraussetzungen


Die Tätigkeit eines Wanderführers darf nur von Personen ausgeübt werden, die die unter dem Punkt "Detailinformationen" genannten Voraussetzungen erfüllen. Die Tätigkeit darf erst aufgenommen werden, wenn sie beim Bergführerverband angezeigt wurde. Bei dieser Anzeige müssen alle, die unter dem Punkt "Detailinformationen", genannten Voraussetzungen nachgewiesen werden.
Über die Anzeige wird vom Bergführerverband eine Bescheinigung ausgestellt, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, wird die Tätigkeit als Wanderführer vom Bergführerverband mittels Bescheid untersagt.

Ein nur vorübergehendes Tätigwerden in Vorarlberg (sogenannter Ausflugsverkehrs - siehe Wanderführer-Ausflugsverkehr) ist auch ohne Bescheinigung des Bergführerverbandes zulässig.

Fristen


Die Tätigkeit darf erst aufgenommen werden, wenn sie beim Bergführerverband angezeigt wurde.

Zuständige Stelle


Vorarlberger Bergführerverband:
Kontakt: +43(0)6642234935; vorarlberg@bergfuehrer.at; www.bergfuehrer.at/vorarlberg

Detailinformation


Die Tätigkeit "Wanderführer" darf nur von Personen ausgeübt werden, welche
a) die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichzustellen sind,
b) das 19. Lebensjahr vollendet haben und
c) verlässlich, für den Beruf körperlich und geistig geeignet sowie fachlich befähigt sind.

Die fachliche Befähigung (nach lit. a) ist nach Absolvierung einer Wanderführerausbildung beim Bergführerverband gegeben ( § 30 des Bergführergesetzes). Der Bergführerverband kann im Einzelfall andere Ausbildungen als Ersatz für die Teilnahme an der Wanderführerausbildung anerkennen, wenn die Gleichwertigkeit zum Ausbildungskurs des Bergführerverbandes gegeben ist. Ausbildungsnachweise anderer Mitgliedstaaten oder Drittstaaten, mit denen es mit der Europäischen Union Staatsverträge über deren Gleichstellung gibt, werden durch den Bergführerverband anerkannt, sofern keine wesentlichen Unterschiede bestehen. Können wesentliche Unterschiede nicht durch Berufspraxis ausgeglichen werden, hat der Antragsteller die Wahl zwischen Eignungsprüfung und Anpassungslehrgang.

Die notwendige Verlässlichkeit (nach lit. b) ist durch eine Strafregisterbescheinigung nachzuweisen. Von Unionsbürgern sind jene Nachweise betreffend die Verlässlichkeit anzuerkennen, die ihnen von einer zuständigen Behörde ihres Herkunftsmitgliedstaates ausgestellt worden sind.
Werden im Herkunftsmitgliedstaat solche Nachweise nicht ausgestellt, kann der Nachweis der Verlässlichkeit durch eine eidesstattliche Erklärung. Ist dies im Herkunftsmitgliedstaat nicht vorgesehen, kann der Nachweis durch eine feierliche Erklärung vor einer zuständigen Stelle dieses Staates erfolgen.

Die notwendige körperliche und geistige Eignung (lit c) ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen. Von Unionsbürgern sind jene Nachweise anzuerkennen, die in ihrem Herkunftsmitgliedstaat als Nachweis für die erforderliche körperliche und geistige Eignung gefordert werden. Wird im betreffenden Mitgliedstaat ein solcher Nachweis nicht verlangt, ist eine Bescheinigung einer zuständigen Behörde dieses Staates über die körperliche und geistige Eignung anzuerkennen.

Die Nachweise und Bescheinigungen nach lit.a bis lit c dürfen zum Zeitpunkt der Vorlage nicht älter als drei Monate sein.


Kosten:

keine


Rechtsgrundlage(n):

§§ 28 bis 32 Bergführergesetz und Verordnung der Landesregierung über die Wanderführerausbildung und den Nachweis der fachlichen Befähigung.

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