Kindergartenpädagogen/Sonderkindergartenpädagogen - Anerkennung von Berufsqualifikationen aus anderen EU/EWR-Mitgliedstaaten

Allgemeine Information


Die Landesregierung hat Nachweise über eine Ausbildung zur (Sonder-)Kindergartenpädagogin, die Angehörigen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union von einer zuständigen Stelle eines Mitgliedstaates ausgestellt worden sind, entsprechend der Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen auf Antrag durch Bescheid als Ersatz für Prüfungen nach den § 6 Abs. 1 und 2 des Kindergartengesetzes (KGG) anzuerkennen. Bestehen wesentliche Unterschiede zu diesen Prüfungen und sind diese nicht durch Kenntnisse, insbesondere aufgrund einer Berufspraxis, ausgeglichen, hat die antragstellende Person einen Anpassungslehrgang oder eine/mehrere Eignungsprüfung(en) zu absolvieren.

Dies gilt sinngemäß für Ausbildungsnachweise, die in Drittstaaten oder für Drittstaatsangehörige ausgestellt worden sind, soweit diese hinsichtlich der Anerkennung von Berufsqualifikationen nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichzustellen sind.

Voraussetzungen


Dem Antrag sind insbesondere folgende Nachweise anzuschließen:

  • Nachweise über die Staatsangehörigkeit (Pass oder Personalausweis)
  • Urkunde, die eine eventuell Namensänderung dokumentiert
  • Tabellarischer Lebenslauf (CV)
  • Ausbildungsnachweise gemäß § 6 Abs. 1 oder 2 KGG,
  • Nachweise über Inhalt und Umfang der absolvierten Ausbildungen und Prüfungen (Lehrpläne und Ähnliches)
  • Nachweise über eine Berufsausübung,

Nachweise nach lit. a und b sind in Kopie, Nachweise nach lit. d und e sind im Original oder in beglaubigter Kopie einzureichen. Fremdsprachige Nachweise (lit. b, d und e) sind mit beglaubigter Übersetzung einzureichen.

Der Eingang eines Antrages ist innerhalb eines Monats zu bestätigen und es ist dabei gegebenenfalls mitzuteilen, welche Unterlagen fehlen.

Fristen


Keine besonderen Fristen

Zuständige Stelle

Detailinformation


Nach Vorlage der Unterlagen wird von einer sachverständigen Person eine Stellungnahme über allfällige wesentliche Ausbildungsunterschiede eingeholt, die Ausgleichsmaßnahmen erfordern. Die Stellungnahme wird im Rahmen des Parteiengehörs dem Antragsteller/der-stellerin übermittelt. Nach Absolvierung eventueller Ausgleichserfordernisse wird der Anerkennungsbescheid ausgestellt.

 


Kosten:


Die Kosten müssen nach Abschluss des Verfahrens bezahlt werden und betragen:

€ 70,60 Landes-Verwaltungsabgabe für die Bescheidausfertigung
€ 47,30 Gebühr nach dem Gebührengesetz für den Antrag
€ 83,60 Gebühr nach dem Gebührengesetz für die Bescheidausfertigung
€ 75 für das Sachverständigengutachten

Die weiteren Kosten hängen von der Anzahl der eingereichten Beilagen ab (€ 3,90 pro Bogen (= vier DIN A 4-Seiten), maximal € 21,80 pro Beilage). 


Rechtsgrundlage(n):


§ 6 Kindergartengesetz

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