Schischulwesen: Schischule - Bewilligung

Allgemeine Information


Der Betrieb einer Schischule bedarf der Bewilligung der Landesregierung.

Voraussetzungen


Der Bewilligungswerber hat folgende persönliche Voraussetzungen nachzuweisen.

a) die österreichische Staatsbürgerschaft oder eine Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedstaates bzw. eines Staates, dessen Staatsbürger nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichzustellen EU-Bürgern gleichzustellen sind,
b) die Vollendung des 21. Lebensjahr,
c) Diplomschilehrer, sowie entweder Schiführer oder Bergführer sind; im Falle von Schischulen mit eingeschränktem Berechtigungsumfang für die Erteilung von Schiunterricht im Langlauf genügt die Qualifikation als Diplomschilehrer oder Diplomlanglauflehrer,
d) Praxiszeit: mindestens 40 Wochen Schiunterricht,
e) Unternehmerprüfung nach § 25 als Bewilligungsvoraussetzung gemäß § 4. Allenfalls Anerkennungsverfahren nach den §§ 28 und 29 und
f) verlässlich sind.
Die notwendige Verlässlichkeit ist durch eine Strafregisterbescheinigung nachzuweisen. Von Unionsbürgern sind jene Nachweise betreffend die Verlässlichkeit anzuerkennen, die ihnen von einer zuständigen Behörde ihres Herkunftsmitgliedstaates ausgestellt worden sind.
Werden im Herkunftsmitgliedstaat solche Nachweise nicht ausgestellt, kann der Nachweis der Verlässlichkeit durch eine eidesstattliche Erklärung. Ist dies im Herkunftsmitgliedstaat nicht vorgesehen, kann der Nachweis durch eine feierliche Erklärung vor einer zuständigen Stelle dieses Staates erfolgen.

Weiters muss der Bewilligungswerber über ein geeignetes Schischulbüro und einen Sammelplatz verfügen (diesbezüglich sind ein Lageplan samt Zufahrtsmöglichkeiten beizulegen und die diesbezüglichen Verfügungsrechte nachzuweisen). Das Schischulbüro ist dann geeignet, wenn der Bewilligungswerber glaubhaft macht, dass die Schischule jene Mindestgröße aufweist, die für den Schischulbetrieb (Schüleraufnahme, Auskunftserteilung) erforderlich ist, es muss zudem leicht erreichbar sein.

Im Rahmen des Antrages muss auch der geplante Name der Schischule bekannt gegeben werden. Dieser hat aus dem Wort Schischule oder Schneesportschule und einer entsprechenden Ortsbezeichnung zu bestehen. Der Name muss sich von bereits bestehenden Schischulen deutlich unterscheiden und darf zur Täuschung keinen Anlass geben.

Fristen


Die Tätigkeit darf erst nach Vorliegen der rechtskräftigen Bewilligung ausgeübt werden.

Zuständige Stelle

Detailinformation


Die Bewilligung kann auf Antrag eingeschränkt werden und zwar auf die Erteilung von Schiunterricht

a) im klassischen alpinen Schilauf, im Telemarken, im Snowboarden oder im Langlauf,
b) im Rennschilauf oder
c) für Kinder.

Bei Schischulen mit eingeschränktem Berechtigungsumfang hat der Name zusätzlich einen entsprechenden Hinweis zu enthalten.

Der Antrag auf Erteilung der Schischulbewilligung ist schriftlich, mit den für die Beurteilung erforderlichen Unterlagen einzubringen. Insbesondere sind die Lage, Größe und Ausstattung des Schischulbüros und des Sammelplatzes anzugeben, sowie das Verfügungsrecht hierüber nachzuweisen.

Wenn eine Bewilligung zur Führung einer bereits bestehenden Schischule beantragt wird, hat der Bewilligungswerber eine Erklärung des oder der Bewilligungsinhaber vorzulegen, dass diese mit der Erteilung der Bewilligung einverstanden sind. In diesem Fall muss der Bewilligungswerber nicht Schiführer oder Bergführer sein und muss keinen Nachweis über das Vorliegen der Voraussetzungen eines geeigneten Schischulbüros und eines geeigneten Sammelplatzes erbringen.

Der Standort der Schischule ist in jener Gemeinde, in deren Gebiet sich das Schischulbüro und der Sammelplatz befindet. Der Schiunterricht hat überwiegend in jenem Schigebiet zu erfolgen, zu dem der Standort der Schischule gehört.


Kosten:

€ 142,70 Landes-Verwaltungsabgabe
€ 47,30 Gebühr nach dem Gebührengesetz für den Antrag
€ 83,60 Gebühr nach dem Gebührengesetz für die amtliche Ausfertigung
Die weiteren Kosten hängen von der Anzahl der eingereichten Beilagen ab (€ 3,90 pro Bogen (= vier DIN A 4-Seiten), maximal € 21,80 pro Beilage).

Falls ein Gutachten eines nicht amtlichen Sachverständigen notwendig ist, wird dies vorab gesondert mitgeteilt.


Rechtsgrundlage(n):

§§ 4 bis 9 Schischulgesetz hinsichtlich Bewilligung
§§ 11 bis 16 Schischulgesetz hinsichtlich Organisation einer Schischule

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