Bergführerwesen: Sportkletterlehrer - Konzession

Allgemeine Information


Der Sportkletterlehrer ist berechtigt, Personen beim seilfreien Klettern in Absprunghöhe (Bouldern), beim Klettern an künstlichen Kletterwänden sowie beim Klettern an vollständig mit Bohrhaken ausgestatteten Kletterrouten und Klettergärten im natürlichen Fels, bei denen die Sicherung in der Seilschaft vom Wandfuß aus erfolgt und die einfach über Wanderwege oder Steige ohne alpinen Schwierigkeitsgrad zu erreichen sind, zu führen, zu begleiten und zu unterrichten. 

Voraussetzungen


Die Konzession ist von der Landesregierung auf Antrag Personen zu erteilen, die
a) eine fachliche Befähigung nachweisen können,
b) die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages gleichzustellen sind,
c) das 18. Lebensjahr vollendet haben und
d) verlässlich, für den Beruf körperlich und geistig geeignet sowie fachlich befähigt sind.

Ein nur vorübergehendes Tätigwerden in Vorarlberg (sogenannter Ausflugsverkehr - siehe Sportkletterlehrer - vorübergehende Dienstleistung (Ausflugsverkehr)) ist auch ohne Konzession zulässig.
Vor Beendigung der gesamten Ausbildung zum Sportkletterlehrer besteht die Möglichkeit der Anerkennung als Sportkletterlehreranwärter durch den Bergführerverband. Die Anerkennung des Sportkletterlehreranwärters ist auf drei Jahre befristet.  

Fristen


Die Tätigkeit darf erst nach Vorliegen der rechtskräftigen Befugniserteilung (Konzession) ausgeübt werden.

Zuständige Stelle

Detailinformation


Ergänzend zum Punkt Voraussetzungen:

Die fachliche Befähigung ist durch die Ablegung der Sportkletterlehrerprüfung nach § 7 Bergführergesetz oder durch die Anerkennung nach den §§ 10 und 11 Bergführergesetz nachzuweisen. Die Landesregierung kann im Einzelfall andere Ausbildungen als Ersatz für die Ausbildung und Prüfung anerkennen, wenn die Gleichwertigkeit zur Ausbildung und Prüfung der Sportkletterlehrer nach den Vorarlberger Bestimmungen gegeben ist. Ausbildungsnachweise anderer Mitgliedstaaten oder Drittstaaten, mit denen es mit der Europäischen Union Staatsverträge über deren Gleichstellung gibt, werden durch die Vorarlberger Landesregierung anerkannt, sofern keine wesentlichen Unterschiede bestehen. Können wesentliche Unterschiede nicht durch Berufspraxis oder  lebenslanges Lernen ausgeglichen werden, wird dem Antragsteller eine entsprechende Eignungsprüfung oder ein Anpassunglehrgang bescheidmäßig vorgeschrieben.
 
Die notwendige Verlässlichkeit ist durch eine Strafregisterbescheinigung nachzuweisen. Von Unionsbürgern sind jene Nachweise betreffend die Verlässlichkeit anzuerkennen, die ihnen von einer zuständigen Behörde ihres Herkunftsmitgliedstaates ausgestellt worden sind.
Werden im Herkunftsmitgliedstaat solche Nachweise nicht ausgestellt, kann der Nachweis der Verlässlichkeit durch eine eidesstattliche Erklärung, ist eine solche in dem betreffenden Mitgliedstaat nicht vorgesehen, durch eine feierliche Erklärung vor einer zuständigen Stelle dieses Staates erfolgen.

Die notwendige körperliche und geistige Eignung ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen. Von Unionsbürgern sind jene Nachweise anzuerkennen, die in ihrem Herkunftsmitgliedstaat als Nachweis für die erforderliche körperliche und geistige Eignung gefordert werden. Wird im betreffenden Mitgliedstaat ein solcher Nachweis nicht verlangt, ist eine Bescheinigung einer zuständigen Behörde dieses Staates über die körperliche und geistige Eignung anzuerkennen. 

Die Nachweise und Bescheinigungen hinsichtlich Verlässlichkeit oder körperliche und geistiger Eignung dürfen zum Zeitpunkt der Vorlage nicht älter als drei Monate sein. 



Kosten:

€ 72 Landes-Verwaltungsabgabe
€ 47,30 Gebühr nach dem Gebührengesetz für den Antrag
€ 83,60 Gebühr nach dem Gebührengesetz für die amtliche Ausfertigung
Die weiteren Kosten hängen von der Anzahl der eingereichten Beilagen ab (€ 3,90 pro Bogen (= vier DIN A 4-Seiten), maximal € 21,80 pro Beilage).

Falls ein Gutachten eines nicht amtlichen Sachverständigen notwendig ist, wird dies vorab gesondert mitgeteilt.

 


Rechtsgrundlage(n):

§ 3 Bergführergesetz, Verordnung der Landesregierung über die Anerkennung von Ausbildungsnachweisen, den Anpassungslehrgang und die Eignungsprüfung nach dem Recht der Europäischen Union im Rahmen des Bergführergesetzes; Verordnung der Landesregierung über Ausbildungskurse und die Prüfungen sowie Anerkennungen von Prüfungen und Ausbildungen nach dem Bergführergesetz


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